Früher oder später passiert es jedem: Nach einem Update startet der Server nicht mehr, eine falsche Firewall-Regel sperrt SSH aus, oder die Festplatte ist so voll, dass nichts mehr geht. Dann hilft das Rescue-System.

Typische Einsätze

  • Ausgesperrt: Firewall oder SSH-Konfiguration falsch gesetzt.
  • Passwort vergessen: Root-Passwort neu setzen.
  • System startet nicht: Kernel-Update schiefgegangen, fehlerhafte /etc/fstab.
  • Platte voll: große Protokolldateien löschen, die das System blockieren.
  • Daten retten: vor einer Neuinstallation alles Wichtige herunterladen.

So gehen Sie vor

  1. Rescue-Modus starten. Bei uns im Kundencenter am Server unter „Rettung & Neuinstallation“. Das Rettungssystem bekommt das Netz Ihres Servers und ein eigenes Root-Passwort, das bei jeder Aktivierung neu erzeugt wird; Ihre hinterlegten SSH-Schlüssel funktionieren dort ebenfalls.

  2. Verbinden per SSH oder über die Web-Konsole im Kundencenter.

  3. Festplatte finden und einhängen:

    lsblk
    mount /dev/sda1 /mnt
    

    Der Gerätename kann abweichen – lsblk zeigt die Partitionen mit Größe.

  4. Reparieren. Dateien liegen jetzt unter /mnt. Für ein neues Root-Passwort:

    chroot /mnt passwd
    
  5. Aushängen und normal neu starten: umount /mnt, dann im Kundencenter den Rescue-Modus beenden.

Vorbeugen ist billiger

Ein Snapshot vor jeder größeren Änderung macht das Rescue-System in vielen Fällen überflüssig: Snapshot zurückspielen, fertig. Mehr zu Snapshots und Backups für Cloud-Server auf der Seite Cloud-Server.