Ein Backup ist erst dann etwas wert, wenn man es zurückspielen kann. Die meisten Datenverluste passieren nicht durch den Fehler selbst, sondern durch eine hektische Wiederherstellung danach.
1. Ruhe bewahren und den Ist-Stand sichern
Klingt paradox, ist aber der wichtigste Schritt: Sichern Sie den aktuellen Zustand, bevor Sie etwas zurückspielen. Wenn sich später herausstellt, dass das Backup älter ist als gedacht, haben Sie so wenigstens die neuen Bestellungen, Kommentare oder Dateien noch.
2. Herausfinden, was kaputt ist
- Nur einzelne Dateien (ein Bild, eine Konfigurationsdatei)? Dann nur diese zurückholen.
- Die Datenbank (nach einem Update, einem fehlerhaften Plugin)? Dann nur die Datenbank.
- Alles (gehackte Website, gelöschtes Verzeichnis)? Dann den gesamten Stand.
3. Den richtigen Stand wählen
Nehmen Sie den letzten Stand vor dem Fehler – nicht automatisch den neuesten. Bei einem Hack kann der neueste Stand bereits die Schadsoftware enthalten.
4. Zurückspielen und prüfen
Nach der Wiederherstellung: Website im privaten Browserfenster öffnen, anmelden, eine typische Aktion ausführen (Formular absenden, Testbestellung). Erst dann ist die Wiederherstellung abgeschlossen.
5. Ursache beheben
Wurde die Website gehackt, ist das Zurückspielen allein keine Lösung – die Lücke ist noch da. Aktualisieren Sie alle Plugins und Themes, ändern Sie die Passwörter und entfernen Sie unbekannte Benutzer.
Bei uns
Webhosting-Pakete werden täglich gesichert, mit mehreren Ständen und zusätzlich außerhalb des Servers. Einen Stand daraus spielen wir kostenlos für Sie zurück – auch nur einzelne Dateien oder eine Datenbank. Wie Sie das anfordern, steht in der Anleitung Backup wiederherstellen; was genau gesichert wird, steht unter Webhosting.