WordPress schneller machen – Schritt für Schritt.
Eine langsame Website kostet Besucher, Anfragen und Plätze bei Google. Die gute Nachricht: Die meisten Bremsen sind in einem Nachmittag gefunden. Hier steht, in welcher Reihenfolge Sie vorgehen.
Warum Geschwindigkeit zählt
Besucher warten nicht. Jede zusätzliche Sekunde Ladezeit erhöht den Anteil derer, die abspringen, bevor sie überhaupt etwas gesehen haben – besonders am Handy mit schwachem Empfang.
Google misst das ebenfalls und bewertet Seiten unter anderem nach den Core Web Vitals: wie schnell der wichtigste Inhalt erscheint (LCP), wie schnell die Seite auf Eingaben reagiert (INP) und ob beim Laden etwas verrutscht (CLS). Eine schnelle Seite ist also nicht nur angenehmer, sie wird auch besser gefunden.
Erst messen, dann ändern
Bevor Sie etwas umbauen, brauchen Sie eine Ausgangszahl. Kostenlos und aussagekräftig ist PageSpeed Insights von Google: Adresse eingeben, auf die Werte für Mobilgeräte achten – die sind fast immer schlechter und für Google maßgeblich.
- Messen Sie mehrmals und nicht nur die Startseite. Eine Unterseite mit großen Bildern oder einem Formular verhält sich oft ganz anders.
- Achten Sie auf die Serverantwortzeit (Time to First Byte). Ist sie hoch, liegt es am Server oder an einem Plugin, das bei jedem Aufruf viel rechnet – dann hilft kein Bild-Optimierer.
- Ändern Sie immer nur eine Sache und messen Sie danach neu. Sonst wissen Sie nicht, was geholfen hat.
Die Grundlage: das Hosting
Das beste Plugin macht einen überlasteten Server nicht schnell. Drei Dinge entscheiden:
- Aktuelles PHP. PHP 8 arbeitet WordPress deutlich schneller ab als das alte PHP 7. Viele Seiten laufen aus Bequemlichkeit noch auf einer veralteten Version.
- Genug Speicher und Laufzeit. Page-Builder und Shops brauchen mehr als die knappen Vorgaben mancher Anbieter; wird es eng, bricht der Aufruf ab oder wird zäh.
- Kurze Wege. Stehen Server und Besucher im selben Land, ist jede Anfrage schneller da.
Bei uns laufen die Websites auf NVMe-SSDs in Deutschland, mit bis zu 1.024 MB PHP-Speicher je Aufruf, und die PHP-Version stellen Sie je Domain selbst im Kundencenter ein.
Bilder: die häufigste Bremse
Ein Foto direkt aus der Kamera hat schnell 5 MB – angezeigt wird es in einer Kachel von 600 Pixeln Breite. Genau solche Bilder machen die meisten langsamen Seiten langsam.
- Vor dem Hochladen verkleinern. Für eine Website reichen selten mehr als 2000 Pixel Breite.
- Moderne Formate nutzen. WordPress kann WebP; die Dateien sind bei gleicher Qualität deutlich kleiner als JPEG.
- Lazy Loading lädt Bilder erst, wenn sie ins Bild scrollen. WordPress setzt das von sich aus – außer beim ersten großen Bild ganz oben, das soll sofort kommen.
Cache: Seiten nicht jedes Mal neu bauen
Ohne Cache setzt WordPress jede Seite bei jedem Aufruf neu aus der Datenbank zusammen. Ein Cache-Plugin legt das fertige Ergebnis ab und liefert es direkt aus – oft der größte einzelne Gewinn.
Wichtig: ein Cache-Plugin, nicht drei. Mehrere übereinander machen sich gegenseitig das Leben schwer und erzeugen genau die Fehler, die man danach stundenlang sucht. Leeren Sie den Cache nach größeren Änderungen, sonst sehen Besucher noch den alten Stand.
Bei uns richtet die 1-Klick-Installation den Seiten-Cache auf Wunsch gleich mit ein, und im Kundencenter leeren Sie ihn, schalten ihn ein oder aus – ohne sich dafür in WordPress anzumelden. Für Shops lassen wir ihn bewusst weg: Ein Seiten-Cache, der den Warenkorb nicht kennt, zeigt Besuchern sonst fremde Körbe.
Plugins und Themes ausmisten
Nicht die Zahl der Plugins bremst, sondern einzelne schwere. Ein Slider auf jeder Seite, drei Statistik-Plugins, ein Page-Builder, der für jede Seite hunderte Kilobyte Skripte lädt – das summiert sich.
- Deaktivieren Sie probeweise ein Plugin nach dem anderen und messen Sie. Wer bremst, fällt schnell auf.
- Das kostenlose Plugin Query Monitor zeigt, welches Plugin wie viele Datenbankabfragen erzeugt.
- Was Sie nicht mehr brauchen, löschen Sie – deaktiviert liegt es weiter auf dem Server und muss trotzdem aktualisiert werden.
Probieren Sie so etwas nicht an der laufenden Seite. Bei uns legen Sie im Kundencenter eine Testkopie Ihrer Website an und experimentieren dort.
Die Datenbank aufräumen
Mit den Jahren sammelt sich einiges an: hunderte Überarbeitungen jedes Beitrags, Reste gelöschter Plugins, abgelaufene Zwischenspeicher. Ein Aufräum-Plugin entfernt das mit wenigen Klicks. Legen Sie vorher eine Sicherung an – was aus einer Datenbank gelöscht ist, kommt nur über die Sicherung zurück.
Die Grundlage, die mitdenkt.
Webhosting ab 2,99 € im Monat, Server in Deutschland, persönlicher Support aus Osnabrück.
- WordPress mit einem Klick aus dem Kundencenter installiert
- Bis zu 1.024 MB PHP-Speicher und 250 Sekunden Laufzeit je Aufruf
- Tägliche Sicherung auf dem Server und außer Haus, 7 Tages- und 4 Wochenstände
- Testkopie Ihrer Website für Updates, ohne dass Besucher etwas merken
- SSL-Zertifikat, SSH und SFTP inklusive, PHP-Version je Domain wählbar